Urban Refugees. Urban Gardening.

Urbane Gärten sind ein sich entwickelndes Phänomen weltweit, sie entstehen in den unterschiedlichsten Kontexten und Lebenssituationen. Auch für Flüchtlinge könnten sie von großer Bedeutung sein.
Es gibt unterschiedliche Beispiele für die Entwicklung von Urbanen Gärten. Zum Beispiel in den USA, zur Zeit des ersten und zweiten Weltkrieg kam es zu einer, durch die Regierung initiierten Unterstützung des Krieges durch die Zivilbürger, in Form der “Victoy Gardens“. Sie bauten in Hauseigenen Gärten Gemüse an um so die Haushaltsbugets zu strecken und den Verbrauch von Ressourcen zu verringen, die dann wiederum für das Militär genutzt werden konnten. 1970 bekamen die Gärten abermals Bedeutung durch die inflationären Lebensmittelpreise. Heute sind die Gärten allerdings sehr viel politischer, ein Ort gesellschaftlicher Aushandlung von lokalen und Globalen Themen.
Ein weiteres Beispiel ist Kuba nach 1991. Urbane Landwirtschaft wurde vom Staat gefördert weil dieser die nationale Lebensmittelversorgung aus eigener Kraft nicht mehr gewährleisten konnte. Der Anbau von Gemüse entwickelte sich zur Überlebensstrategie und bot ein gewisses Maß an Unabhängigkeit.

In Berlin ist die Hinwendung zur Natur eher ideologisch und politisch motiviert aber vor allem spielt das Integrationspotential eine Rolle.
In Bezug auf Flüchtling erfahren die Gärten noch eine ganz neue Bedeutung. Es wird eine Ernährungsgrundlage geschaffen und gleichzeitig ist das Integrationspotenial eine riesen Chance für die Flüchtlinge sowie für die Aufnahmegesellschaft. Die einzige Problematik besteht im Zugang zu Land. Der jeweilige Staat müsste den Flüchtlingen Zugang zu Boden ermöglichen, den sie bewirtschaften können.
Dieser Strukturelle Zuspruch den Flüchtlingen gegenüber kommt dem Staat allerdings auch zu Gute, denn so besteht die Möglichkeit das die Flüchtlinge sich größtenteils selbst ernähren und sich sogar potentielle Einkommensmöglichkeiten, durch den Verkauf von Überschüssen, ergeben.
Zudem besteht eine gute Möglichkeit zur Integration wenn die Bürger der Aufnahmegesellschaft sich ebensfalls an der Bewirtschaftung der Städischen Grünflächen Beiteiligen und es zu einem kulturellen Austausch kommt. Die Menschen begegnen sich in den Gärten und tauschen ihr Wissen aus. Die Flüchtlinge könne darauf ein gewisses Heimatsgefühl Erlangen durch den Einsatz der erlernten Praktiken und gleichzeitig können sie von der Mitgleidern der aufnahmegesellschaft lernen und in der gemeinsamen Arbeit einen Zugang zueinander finden.

 

Wer mehr wissen will. Konakt:
Amelie Schindler
BA Sozial- und – Kulturanthropologie und Publizistik
eilema@gmx.net

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